
Russische Spiele - und ebenso jene aus der Ukraine - ham ja was Eigenes. Atmosphäre vor allem, dafür darfs auch mal hint und vorn hapern. Cryostasis ist eine rühmliche Ausnahme, soweit ich das bisher beurteilen kann: Da passt vieles, auch wenns zur Größe noch weit wäre. Das Ganze spielt sich wie eine Mischung aus Condemned: CriminalOrigins, einem der (auch wegen deutscher Indizierung) unterbewertetsten Spiele, was Immersion und originelles Spiel mit der Wahrnehmung betrifft, und Call of Cthulhu: Dark Corners of the Earth, das ich jetzt echt mal weiterspielen sollte; seit zwei jahren hänge ich da in Innsmouth rum. Das Setting kennt man aus "Lost Planet" und John Carpenters "The Thing", und nach all dem Winter wird einem richtig kalt beim Zusehen (Pervers: Im Herbst gings mit Far Cry 2 ins Heiße, im Frühling (soll ja angeblich jetzt sein) verschlägts uns an den Polarkreis...).
Bisheriger Eindruck: Gruselige Sache, hervorragend lokalisiert, originelle Rätsel, schön anzusehen, aber scheiße optimiert, und die Kämpfe sind auch nicht grade das Gelbe vom Ei. Aber: die Atmosphäre! Da kriegt man direkt Lust, doch wieder STALKER zu installieren. Ach, Russland. Oder besser: Hach, Ukraine.
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